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Gewurzelter Baum
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Ein gewurzelter Baum (auch Wurzelbaum) ist in der Graphentheorie ein Baum, der einen ausgezeichneten Knoten, die Wurzel, enthΓ€lt, von dem aus sΓ€mtliche anderen Knoten erreichbar sind oder der seinerseits von jedem anderen Knoten aus erreicht werden kann.cite-ref-1[1] WurzelbΓ€ume zΓ€hlen somit zu den Klassen der Wurzelgraphen und der BΓ€ume und vereinen daher die Eigenschaften beider Graphenklassen.
Beim ungerichteten Baum kann jeder Knoten die Wurzel sein. Beim gerichteten Wurzelbaum lassen sich unterscheiden:
β’ Out-Trees (auch Arboreszenz), bei denen die Kanten von der Wurzel ausgehen (alle Knoten sind durch genau einen Pfad von diesem aus erreichbar), und
β’ In-Trees (auch Anti-Arboreszenz), bei denen die Kanten in Richtung Wurzel zeigen (die Wurzel ist durch genau einen Pfad von diesem aus erreichbar).
Beim gerichteten Wurzelbaum bildet die Wurzel den starken Zusammenhang zu allen anderen Knoten.
Contents
β’ Weitere Begriffe
β’ Siehe auch
β’ Einzelnachweise
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Weitere Begriffe
Im Falle von Out-Trees wird der maximale Ausgangsgrad als Ordnung des Baumes bezeichnet und alle Knoten mit Ausgangsgrad 0 bezeichnet man als BlΓ€tter. Als Tiefe eines Knotens bezeichnet man die LΓ€nge des Pfades von der Wurzel zu ihm und als HΓΆhe des Baumes die LΓ€nge eines lΓ€ngsten Pfades, der immer von der Wurzel zu einem Blatt laufen muss. Im Falle von In-Trees bezeichnet man den maximalen Eingangsgrad des Baumes als seine Ordnung und alle Knoten mit Eingangsgrad 0 als BlΓ€tter. Als HΓΆhe des Baumes bezeichnet man hier analog die LΓ€nge eines lΓ€ngsten Pfades von einem Blatt zur Wurzel.
Wie bei allen BΓ€umen bezeichnet man auch in gewurzelten BΓ€umen alle Knoten, die kein Blatt sind, als innere Knoten. Manchmal schlieΓt man die Wurzel dabei aber aus.
FΓΌr Out-Trees gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Begriffe. FΓΌr einen von der Wurzel verschiedenen Knoten v {\displaystyle v} bezeichnet man den Knoten, durch den er mit einer eingehenden Kante verbunden ist als Vater, Vaterknoten, Mutter, Mutterknoten, Elter, Elterknoten (auch Elternknoten) oder VorgΓ€nger von v {\displaystyle v} . Als Vorfahren von v {\displaystyle v} werden alle Knoten auf dem Pfad zur Wurzel bezeichnet.
Umgekehrt bezeichnet man alle Knoten, die von einem beliebigen Knoten v {\displaystyle v} aus durch eine ausgehende Kante verbunden sind als Kinder, Kinderknoten, Sohn oder Nachfolger von v {\displaystyle v} . Als Nachfahren von v {\displaystyle v} bezeichnet man alle Knoten zu denen von v {\displaystyle v} aus ein Pfad existiert, also alle Knoten des Unterbaums, der v {\displaystyle v} als Wurzel hat. Als Geschwister oder Geschwisterknoten werden in einem Out-Tree Knoten bezeichnet, die denselben VorgΓ€ngerknoten besitzen.
Ein Wurzelbaum, in dem fΓΌr die SΓΆhne jedes Knotens eine lineare Ordnung definiert ist, heiΓt geordneter Baum oder planarer Baum. Anschaulich legt die Ordnung fest, in welcher Weise die Nachfolger eines Knotens in der grafischen Darstellung des Baumes angezeigt werden (z. B. von links nach rechts gemÀà Ordnungskriterium). Formal wird durch die Ordnung festgelegt, in welcher Reihenfolge die Knoten bei unterschiedlichen Traversierungsverfahren (preorder, inorder, postorder) durchlaufen werden.
SpannbΓ€ume sind WurzelbΓ€ume mit dem Startknoten der Traversierung als Wurzel.
Alternative Definition
Gewurzelte BΓ€ume lassen sich auch rekursiv definieren. Sie bestehen aus einem Knoten w {\displaystyle w} , der die Wurzel des Baumes darstellt, welcher ausschlieΓlich mit den Wurzeln knotendisjunkter BΓ€ume T 1 , T 2 , β¦ β¦ , T n {\displaystyle T_{1},T_{2},\ldots ,T_{n}} verbunden ist, bei Out-Trees in Richtung der Wurzeln von T 1 , T 2 , β¦ β¦ , T n {\displaystyle T_{1},T_{2},\ldots ,T_{n}} , wobei diese selbst Out-Trees sind, und bei In-Trees in Richtung von w {\displaystyle w} , wobei T 1 , T 2 , β¦ β¦ , T n {\displaystyle T_{1},T_{2},\ldots ,T_{n}} selbst In-Trees sind.
Siehe auch
Einzelnachweise
cite-note-11. β Peter Tittmann: Graphentheorie Eine anwendungsorientierte EinfΓΌhrung. 3., aktualisierte Auflage. Hanser, MΓΌnchen 2019, ISBN 978-3-446-46052-2, S. 112.